Gespeichert von admin am Di, 2016-05-17 10:50

Fantastische Melodien ein wahrer Hörgenuss - "Bavarian Brass" gratuliert sich selbst und dem Förderverein Speinshart zum Geburtstag - Stehende Ovationen

Gleich zwei Jubiläen wurden am Samstagabend mit einem festlichen Konzert im Gemeindezentrum Speinshart gefeiert. 15 Jahre besteht die Formation "Bavarian Brass", und auf eine 30-jährige Geschichte kann der Verein der Freunde und Förderer der internationalen Klosterbegegnungsstätte Speinshart zurückblicken. Unter dem Titel "Mit Trompetenschall & Orgelklang" gratulierte das Ensemble Bavarian Brass sich selbst und dem Förderverein mit Unterhaltsamem vom Barock bis in die Neuzeit.

Georg Girisch, Vorsitzender des Fördervereins, dankte den Helfern. Wegen des schlechten Wetters musste das Konzert vom Barbaraberg in das Gemeindezentrum verlegt werden. 1000 Besucher wie im Vorjahr wurden es nicht annähernd, doch der Saal war voll. Die sechs Musiker von "Bavarian Brass", Benjamin Sebald, Volker Hennedinger, Florian Zeh und Stefan Dietl (Trompeten), Walter Thurn (Orgel) und Christoph Günter (Pauken und Percussion) begrüßten die Zuhörer mit Fanfarenklängen "Pasttime with good company" von Heinrich VIII. (1491-1547).

Fantastische Melodien und Verzierungen spielten die Bläser in den Werken von J. S. Bach (1685-1750). Die Bearbeitung von Benjamin Sebald des 1. Satzes aus dem Concerto in D-Dur nach Vivaldi war ein wahrer Hörgenuss. "Jesus bleibt meine Freude" aus BWV 147 in einer Bearbeitung von Walter Thurn für Orgel und vier Flügelhörner bot weiche Bläserklänge zu den wohlbekannten Orgelmelodien. Interessant und ein besonderes Hörerlebnis war das Präludium aus der Cello-Suite in G-Dur, das Christoph Günter virtous und mit feinabgestufter Dynamik auf dem Marimbaphon spielte. Begeistert zeigte sich das Publikum von den mitreißenden Sätzen aus der "Feuerwerksmusik" von G. F. Händel (1685-1759). Wunderbar intoniert erklangen nach der Pause eine Fanfare in D-Dur von N. J. Lemmens (1823-1881) und der Canon von J. Pachelbel (1653-1706). Walter Thurn spielte auf der elektronischen Sakralorgel Variationen über "Alle Menschen werden Brüder" von B. Koelewijn (geb. 1953). Das bekannte Thema aus der 9. Symphonie von L. v. Beethoven war wenig einfallsreich verarbeitet und dümpelte brav vor sich hin, doch die Finalvariation gefiel dem Publikum mit großartigen Orgelklängen und beeindruckenden Akkorden.

Hochvirtuos spielte der angehende Musikstudent Christoph Günter auf dem Marimbaphon "Frogs" von Keiko Abe (geb. 1937) und "A little Prayer" von Evelyn Glennie (geb. 1966). Nach "Highland Cathedral", der beliebten Dudelsackmelodie von Michael Korb und Uli Roever, erklatschte sich das Publikum mit stehenden Ovationen drei Zugaben.