Gespeichert von admin am Di, 2016-05-17 09:11

110 Sängerinnen und Sänger aus der ganzen Region haben sich zum "Passionschor 2008" zusammengefunden. Erstmals kommt bei der diesjährigen Passion neben der speziell vom „Orgelhaus im Stiftland“ installierten Passionsorgel auch ein Streichorchester zum Einsatz, das den Chorgesang begleitet.

Der Musik kommt in der Kemnather Passion eine wichtige Rolle zu. Melodie, Harmonie und Rhythmus unterstreichen die Handlung auf der Bühne und verleihen ihr eine noch tiefere Dimension, als reine Worte es vermögen.

Immer, wenn die Darstellung des Passionsgeschehen innehält, setzen der Corgesang oder die Instrumentalmusik ein und ermöglichen dem Zuhörer eine tiefe meditative Betrachtung des Handlungsgeschehens. Die Texte der Lieder, die zur Passion gesungen werden, stammen aus der ursprünglichen Passion. Die Musik ist jedoch nicht überliefert. Im Jahre 1983, als die Kemnather Passion nach über 200 Jahre langer Pause wieder zur Aufführung kam, wurden die Liedtexte mit Bach-Chorälen unterlegt. Außerdem erklingen Chorsätze von Johannes Brahms ("In stiller Nacht") und von Michael Haydn ("Finsternis brach herein"). Während der Fußwaschung singt der Chor das alte Kirchenlied "Beim letzen Abendmahle" in einem schlichten vierstimmigen Satz.

„Freudestrahlende und glückliche Gesichter anlässlich der Premiere der Kemnather Passion am 1. März 2008: ein volksnaher Bischof Gerhard Ludwig Müller und ein 1. Bürgermeister Werner Nickl, der am liebsten die ganze Welt umarmen möchte. Nach monatelangen Vorbereitungen und Proben erlebte die Kemnather Passion eine erfolgreiche Erstaufführung. Knapp 900 Besucher waren gekommen, darunter neben dem Bischof aus Regensburg auch Erzbischof Charles Palmer-Buckle aus Ghana, der eine intensive Freundschaft zu Stadt und Pfarrei pflegt, Regierungspräsident Wolfgang Kunert sowie zahlreiche weitere Vertreter des gesellschaftlichen, kirchlichen und politischen Lebens. „Das Leiden und Sterben des Jesus ist eindringlich und auf tiefgehende Weise dargestellt worden“, sagte Stadtpfarrer Konrad Amschl. Herausgekommen sei eine ideale Einstimmung auf die Passionszeit. Jeder Zuschauer könne sich vorstellen, welche Leiden Jesus Christus für die Menschen auf sich genommen habe. „Ich war mit Herz und Seele dabei“, sagte Erzbischof Charles Palmer-Buckle aus Ghana nach der Premiere. Die Kemnather Passion habe er zum ersten Mal gesehen, sie stelle eine gute Vorbereitung auf das Osterfest dar. Neben den Schauspielern sei er vor allem von der Leistung des Chores und des Orchesters angetan gewesen. Die Erfahrungen und Eindrücke aus Kemnath werde er in seine Erzdiözese Accra mitnehmen.“